Evangelisch in Buchenbühl.

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Zum Weißen Sonntag

STATT EINER PREDIGT
ZUM »WEISSEN SONNTAG«

Hebt Eure Augen in die Höhe und seht! … Er gibt dem Müden Kraft und Stärke … Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, … dass sie wandeln und nicht müde werden.

(aus Jesaja 40,26-31)

Liebe Buchenbühler Gemeinde, liebe Gäste auf unserer Webseite,

„Gleichsam wie neu geboren“, Quasimodogeniti, das ist der Name des heutigen Sonntags, der lange Zeit der »weiße Sonntag« genannt wurde, weiß wie das Taufkleid, mit dem wir in Christi Tod und Auferstehen hineingetauft sind. Das würde ich mir in diesen Tagen und Wochen wünschen: wie neu geboren aus dem hervorgehen zu können, was uns weltweit auferlegt ist.

Diese Sehnsucht entspricht auch der Situation des Textes aus dem Buch des Propheten Jesaja. Das Volk Israel im Exil, fern von Jerusalem, deportiert an die Wasserflüsse Babylons, in die ihre Tränen fließen. Eine bedrückende Zeit, erlebt wie eine Gottesfinsternis.

Empfehlung in dieser Situation: Hebt Eure Augen auf! Der Blick nach oben, offenbart in einem Kinderlied: Weißt Du wieviel Sternlein stehen? Er hat sie gezählt, er kennt auch dich und hat dich lieb.
Verheißung in dieser Situation: Die Kraft eines Adlers, Du wirst wieder fliegen, neue Kraft wird Dir zufallen. In der historischen Situation des Exils war dafür Geduld notwendig, die Propheten empfahlen einen langen Atem. Eine Zumutung, die uns schwerfällt. 
Gewisse Zusage dieses Sonntags: Wie neu geboren werdet Ihr Euch und andere erleben, die Kraft der Auferstehung gilt mitten im Leben und über dieses Leben hinaus. So wird es sein.

Der Traum vom Fliegen mit der Energie des Adlers, schon vor ein paar Jahren formuliert in fränkischer Mundart, die ich Ihnen hiermit zumute:

Manchmol draam i, dass i flöign konn.
Dann is alles leichd.
Dann dout mer nix wöih, 
dann hobb i an Gluster affs Leebn.

Manchmol draam i, dass i flöign konn.
Dann sinn die Gedankn frei.
Dann sinn under mir lauter Sunnerblummer.
Dann könnts einfach suu weiter göih.

Manchmol draam i, dass i flöign konn.
Dann bin I Kind Goddes.
Dann stöih am leern Grab.
Dann blüht ein neuer Frühling.

Manchmol draam i, dass i flöign konn.
Dann is Ostern.

Gleichsam wie neu geboren, dafür legt der heutige Sonntag einen Teppich der Hoffnung aus, der von Ostern kommend kraftvoll beschritten werden darf.

Manchmal träumen wir eben, dass wir fliegen können.

Gerhard Wild, Pfr.


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